Die Vision

Vor vielen Jahren hatten mein Bruder Noubar, meine damalige Verlobte Manar und ich einen Traum. Wir wollten die Prinzipien der Gewaltlosigkeit und der Liebe nutzen, um unserer Gemeinschaft bei der Heilung von anhaltenden Traumata zu helfen.

Als wir in meiner winzigen Wohnung am Küchentisch saßen, träumten wir davon, Kinder zu erziehen, die im Fadenkreuz von Besatzung und kommunaler Armut standen. Wir würden Frauen, die von der Wirtschaft ausgeschlossen sind, stärken und Familien unterstützen, die unter enormem Druck stehen. Wir würden unseren Traum „Haus der Hoffnung“ nennen, eine Bewegung von Palästinensern für Palästinenser.

Wir wussten, dass unsere Arbeit dringend benötigt wurde. Überall um uns herum sahen wir, wie unsere Gemeinschaft kämpfte. Die israelische Trennmauer umgab langsam unsere Dörfer und isolierte uns von Jerusalem, unserer kulturellen und wirtschaftlichen Lebensader. Unsere Jugendlichen begannen aggressiver zu handeln und reagierten manchmal mit Depressionen und Gewalt auf den toxischen Stress, der ihr Leben erfüllte.

Es musste etwas getan werden. Aber wir konnten es nicht alleine schaffen.

Wir haben uns an Freunde auf der ganzen Welt gewandt, Freunde wie Euch, denen die Gesundheit und das Wohlergehen der Palästinenser in der Krise am Herzen liegen. Und du hast einen großen Unterschied in unserem Leben gemacht.

Wir haben die House of Hope Vision School ins Leben gerufen, um Kindern dabei zu helfen, traumabedingte Lernhindernisse zu überwinden. Seitdem haben Ihr uns geholfen, das Leben von Tausenden zu verändern. Ihr habt uns dabei geholfen, außerschulische und Sommerschulprogramme für Kinder anzubieten, die nur auf die Straße gehen können. Mit Euch haben wir eine Berufsausbildung für palästinensische Frauen, die ins Berufsleben einsteigen wollen, in greifbare Nähe gerückt. Und Ihr haben jungen Menschen geholfen, Verantwortung für die Gesellschaft, in der sie leben, zu übernehmen, indem sie sich in der Gemeinschaft zu Themen organisiert haben, die sie direkt betreffen.
Unsere ersten Schüler sind mittlerweile junge Erwachsene, die uns oft erzählen, dass House of Hope den Verlauf ihres Lebens verändert hat.

Dieser Erfolg beruht auf der Kraft dessen, wofür Ihr steht: Hoffnung und Mitgefühl.
Ihr bewirkt einen tiefgreifenden Unterschied in unserer Gemeinschaft.
In seinem Gedicht „Denk an andere“ schrieb der palästinensische Dichter Mahmoud Darwish: „Und während du an andere in der Ferne denkst, denke an dich selbst und sage: Ich bin eine Kerze für diese Dunkelheit.“

Vielen Dank, dass Ihr an unserer Seite steht!

Milad Vosgueritchian – CoFounder and Chairman