Das „Riḥa Project – Oasis of Peace and Learning“
In Jericho soll ein Bildungs- und Friedenszentrum entstehen. Manar Wahhab und Stefanie Allon haben dafür ein überzeugendes Konzept ausgearbeitet:
das „Riḥa Project – Oasis of Peace and Learning“.
Riḥa ist ein alter Name für Jericho und ein altarabisches Wort für Luft(hauch) und Geist. Verwurzelt in der Wüstenstadt Jericho – einem der ältesten durchgehend bewohnten Orte der Welt –ist „Riḥa“ sowohl ein Zentrum als auch ein lebendiges Symbol der Erneuerung – ein Ort, an dem Menschenwürde die Antwort auf Trauma ist und Lernen zu einem Akt der Hoffnung wird.
Das Bildungs- und Friedenszentrum des Riha-Projekts soll vier miteinander verbundene Programme vereinen:
- Ausbildung in traumasensibler Waldorfpädagogik
- Familienbildung für Frieden und Gerechtigkeit
- Internationale Friedensseminare
- Waldorf-Elementarpädagogik (Gründung eines Kindergartens)
In der Waldorf-Ausbildung soll nach einer Probezeit bis zum Sommer im nächsten Herbst ein zweijähriger Grundkurs beginnen.
Wir erleben gerade einen Wendepunkt für die Schule und die gesamte Bewegung. Nach zehn Jahren haben der Kindergarten und die Grundschule einen Punkt erreicht, an dem sich die Mitarbeiter*innen intensiv beruflich weiterentwickeln, die Atmosphäre durchgehend förderlich ist und eine nachhaltige Struktur für eine kontinuierliche Lehrerbildung entsteht.
Zum ersten Mal gibt es eine lebendige Zusammenarbeit zwischen palästinensischen Bürgern Israels und Palästinensern im Westjordanland. Gemeinsame Kompetenzen und Expertise werden aufgebaut. Und in Jericho ist jetzt der Boden gut bereitet. Eine zukunftsfähige Dynamik ist da.
