Ankunft in Jericho

Am Donnerstag, den 15. Januar 2026, kam ich in Jericho an. Neun Wochen will ich hier im Westjordanland im besetzten Palästina verbringen.

Manar und Milad haben seit einigen Monaten in Jericho eine große schöne Villa gemietet, in der sie mit ihren Kindern Nishan, Narineh und der drei Monate alten Arpineh Nur leben. Das Haus bietet reichlich Platz für Zusammenkünfte, Seminare und Workshops und soll zu Beginn der Ort für das Riḥa-Projekt sein.

Jericho ist eine große Oase in der Wüste, hier regnet es nur sehr selten und nur in den Wintermonaten. Deshalb kann man im Freien im geräumigen Hof und im großen Wohnraum auch mit großen Gruppen gut arbeiten. Es können auch einige Gäste untergebracht werden.

Das alles ist eingebettet in die Lebensfülle der überaus fruchtbaren Oase von Jericho. Pflanzen aller Art können sich hier üppig entfalten. Die Marktstände sind voll mit wunderbaren Früchten und Gemüse.

In dieser schönen Umgebung und bei meinen lieben Freunden fühlte ich mich sogleich sehr wohl. Doch schon in der ersten Nacht wurde ich mit einer anderen Realität in diesem Land konfrontiert. Darüber berichte ich in „Alltag im besetzten Land“.

Rainald Grugger