Geschichte der House of Hope Vision School in
Al Eizariya / Bethanien
In der Kleinstadt Al Eizariya in den Palästinensischen Autonomiegebieten ist die erste palästinensische Waldorfinitiative entstanden. Im Zentrum dieses Ortes, der am Osthang des Ölberges bei Jerusalem liegt und der in der Bibel Bethanien heißt, liegt das Lazarusgrab, eine uralte Pilgerstätte.
In unmittelbarer Nähe des Lazarusgrabes gründeten Manar Wahhab Vosgueritchian und Milad Vosgueritchian 2008 das House of Hope, ein Kultur- und Sozialzentrum.
Das House of Hope entstand, weil Milad und Manar Vosgueritchian wahrnahmen, dass Kinder in ihrer Gemeinde einen Platz brauchten, um das Trauma ihres Lebens unter der Okkupation zu heilen, und einen Freiraum, wo sie sich selber ausdrücken konnten. Einen Platz, an dem sie ihre Träume entdecken konnten. Das House of Hope wurde auf den Prinzipien der Gewaltfreiheit gegründet. Seit seiner Gründung hat das House of Hope mehr als 15.000 Kinder in den Gemeinden Al-Eizariya und Abu Dis im Westjordanland / Palästina, erreicht.
Junge Menschen, die im besetzten Palästina in einer von Gewalt, Angst und Armut geprägten hoffnungslosen Atmosphäre aufwachsen, können so durch heilende künstlerische Aktivitäten und Schulung in gewaltfreier Kommunikation aufbauende Lebensperspektiven entwickeln.
Die Vision Elementary School & Kindergarten wurde 2015 gegründet- Bald danach entdeckten Manar und Milad die Waldorfpädagogik und fanden damit einen Weg, der ihnen dabei hilft, ihre Vision zu realisieren: einen Ort zu schaffen, an dem Menschen in einer liebevollen Atmosphäre in Menschenwürde und Frieden gemeinsam leben, sich bilden und arbeiten können.
Der Kindergarten wurde im September 2019 als erster palästinensischer Waldorfkindergarten offiziell vom Bildungsministerium der Palästinensischen Autonomiebehörde genehmigt. In der Schule, die sich mittelfristig zu einer Waldorfschule entwickeln soll, werden schrittweise waldorfpädagogische Methoden eingeführt.
